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Feuerfeste Erzeugnisse aus Keramik zeigen wegen der Heterogenität ihrer Zusammensetzung und Struktur keinen einheitlichen Schmelzpunkt. Die Feuerfestigkeit wird charakterisiert durch die optische Bestimmung des Kegelfallpunktes (nach Seger), d.h. der Temperatur, bei der ein aus dem Probenmaterial hergestellter Kegel durch Erweichen mit seiner Spitze die Auflageplatte berührt. Vergleichskegel mit gut bekanntem Kegelfallpunkt in Temperaturintervallen von 10°C und mehr (bezeichnet SK xx oder ISO xxx) werden zusammen mit den zu bestimmenden Kegeln aus dem Probenmaterial im gleichen Ofen aufgeheizt, so dass eine vergleichende Temperaturbestimmung für den Erweichungspunkt des feuerfesten Materials auf ca. 20°C genau möglich ist.
Der NETZSCH Prüfstand PCE 428 besitzt eine mechanische Hebelvorrichtung, die die Aufnahmeplatte für die Proben- und Vergleichskegel von unten in den Haubenofen einbringt; ein im Ofendeckel angebrachtes Sichtfenster mit Strahlungsfilter und Umlenkspiegel erlaubt die visuelle Ermittlung des Kegelfallpunktes. Die maximale Temperatur für diese Schmelzpunktsbestimmung ist 1700°C (entspricht SK 31, ISO 170), sie entspricht DIN EN 993-12. Der Ofen ist mit einer einfachen Temperaturregelung ausgestattet.
Die NETZSCH PCE 428 Anlage wird Software-unabhängig betrieben. |