Kontaktwiderstand

Nach dem zweiten Gesetz der Thermodynamik verläuft die Wärmeübertragung zwischen zwei Systemen immer in Richtung von höheren zu niedrigeren Temperaturen. Die Menge an thermischer Energie, die durch Wärmeleitung, z.B. durch eine Gebäudewand, übertragen wird, wird durch die thermischen Widerstände der Betonwand und der Dämmschicht beeinflusst. Der thermische Kontaktwiderstand zwischen den einzelnen Schichten trägt ebenfalls zum effektiven oder gesamten thermischen Widerstand bei. Bei Gebäudewänden ist er meist vernachlässigbar, bei hochleitenden Materialien (z.B. Chip-Kühlung) hat er jedoch großen Einfluss auf die Kühleffizienz. Spezielle Pasten oder thermische Interface-Materialien (TIMs) können verwendet werden, um den thermischen Widerstand in elektronischen Geräte zu reduzieren.

Mit der NanoTR, PicoTR und allen NETZSCH-LFA-Systemen können die thermischen Kontaktwiderstände in Mehrschichtsystemen gemessen werden.