Entbindern

 

Das Entbindern ist einer der wichtigsten Produktionsschritte in der keramikischen Industrie sowie in der Pulvermetallurgie. Er bezieht sich auf das thermische oder katalytische Beseitigen von Additiven, die in den Schritten vor der Produktion, z.B. beim Gießen, eingesetzt werden.

Der Entbinderungsprozess für keramische Materialien findet üblicherweise in sauerstoffhaltigen Atmosphären statt und führt zu einer vollständigen Verbrennung der organischen Komponenten. Ebenso sind auch inerte bzw. reduzierende Entbinderungsprozesse von technischer Bedeutung und werden vermehrt in pulvermetallurgischen Bereich eingesetzt.

Entbinderungsprozesse können mittels thermogravimetrischer Analyse (TGA) und dynamischer Differenz-Kalorimetrie (DSC) untersucht werden.

Die Abbildung zeigt eine STA-Messung des Entbinderungsprozesses für Zirkoniumdioxid (26,2 mg). Die Probe wurde in oxidativer Atmosphäre behandelt, was zur Detektion von zwei Massenverluststufen im Temperaturbereich bis 500 °C führt. Die Massenverluststufen wurden von exothermen Effekten begleitet, die auf den oxidativen Abbrand der Binderkomponenten hinweisen.

STA-Messung des Entbinderungsprozesses für Zirkoniumdioxid (26,2 mg).

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TGADSCSTA