Verdampfung

Verdampfung beschreibt die Phasenumwandlung eines Stoffes von der flüssigen in die gasförmige Phase. Beim Verdampfen eines Stoffes unterscheidet man grundsätzlich zwei Formen, Sieden und Verdunstung.

Verdunstung beschreibt den Phasenübergang zwischen flüssiger und gasförmiger Phase unterhalb der Siedepunktstemperatur. Der Prozess der Verdunstung erfolgt nur an der Phasengrenze zwischen flüssiger und gasförmiger Phase und wird daher als Oberflächenphänomen bezeichnet.

Sieden bezeichnet das schnelle Verdampfen einer Flüssigkeit bei Erreichen Ihrer Siedepunktstemperatur. Der Siedepunkt beschreibt dabei den Zustand beim dem der Dampfdruck einer Flüssigkeit den Umgebungsdruck erreicht. Die Siedepunktstemperatur variiert mit Änderung des vorherrschenden Umgebungsdruckes. Dieser Zusammenhang wird beispielswiese bei der Vakuumdestillation zur schonenden Stofftrennung genutzt.

Die folgende Abbildung zeigt die temperaturabhängigen Massenänderungen und das DSC-Signal einer Anthracenprobe. Bei einer extrapolierten Onsettemperatur von 213,9 °C wurde ein endothermer DSC-Effekt mit einer Enthalpie von 147 J/g detektiert; ein Hinweis auf das Schmelzen von Anthracen. Zwischen 250 °C und 375 °C tritt eine Massenverluststufe von 100 % auf welche auf die Verdampfung der Probe zurückzuführen ist. Anfänglich zeigt sich nur ein geringer Massenverlust durch die Verdunstungs der Probe. Jedoch beim Erreichen der Siedepunktstemperatur (Onset 334 °C) kommt es anschließend zur schnellen und vollständigen Verdampfung durch Sieden der Anthracenprobe.

Temperaturabhängige Massenänderungen und das DSC-Signal einer Anthracenprobe.

Die Abbildung zeigt die temperaturabhängigen Massenänderungen und das DSC-Signal einer Anthracenprobe. Bei einer extrapolierten Onsettemperatur von 213,9 °C wurde ein endothermer DSC-Effekt mit einer Enthalpie von 147 J/g detektiert; ein Hinweis auf das Schmelzen von Anthracen. Zwischen 250 °C und 375 °C tritt eine Massenverluststufe von 100 % auf welche auf die Verdampfung der Probe zurückzuführen ist. Anfänglich zeigt sich nur ein geringer Massenverlust durch die Verdunstungs der Probe. Jedoch beim Erreichen der Siedepunktstemperatur (Onset 334 °C) kommt es anschließend zur schnellen und vollständigen Verdampfung durch Sieden der Anthracenprobe.

 


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