Was macht einen guten Laser aus?

Warum es bei der Laserflashanalyse auf den korrekt dosierten Laserschuss ankommt

Wärme- und Temperaturleitfähigkeit sind mit die wichtigsten thermophysikalischen Materialparameter für die Beschreibung der Wärmetransporteigenschaften eines Werkstoffes oder Bauteils. Für die exakte Messung der Temperaturleitfähigkeit ist heute die Laser Flash Technik die am meisten akzeptierte Methode. Kern einer Laser Flash Anlage (LFA) ist – neben dem Detektor mit Datenerfassung - der Laser. Hierzu gibt es eine Neuentwicklung von NETZSCH mit Fokus auf einen maßgeschneiderten Laser für LFA.

Was macht bei einer LFA-Messung eigentlich einen guten Laser aus?

Schon mal vorweg genommen, die Energie des Lasers alleine ist es nicht. Vielmehr geht es darum, entsprechend der Probe, den Laser genau zu dosieren. Schießt man nämlich einen zu starken Laserimpuls, so besteht die Gefahr die Zusammensetzung der Probe und damit ihre Eigenschaften zu ändern oder noch schlimmer, es kommt zur Zerstörung der Probe. Außerdem vermeidet man bei korrekt dosiertem Laserimpuls eine Aufheizung der Probe und damit ein Verfälschung der Messwerte.

NETZSCH richtet sich daher bei der Dosierung des Laserimpulses nach der Devise: So schwach wie möglich, aber so stark wie nötig. Die Fast Light Source beschießt das Material genau nach dieser Vorgehensweise und verhindert somit eine Veränderung der Probe und der Messbedingungen, und damit einhergehende verfälschte Werte der Wärme- und Temperaturleitfähigkeit. Außerdem bietet die FLS 701 durch ihre einerseits besonders kurzen und andererseits besonders langen Pulse einen erweiterten Messbereich mit Pulslängen von 0,1 – 1,5 ms.

Der neue NETZSCH-Laser, in Deutschland entwickelt und produzierte, kann direkt in der neuen Leistungseinheit P8 verbaut werden und spart somit Platz neben der LFA 427. Zudem ist die Servicefreundlichkeit enorm verbessert, da NETZSCH nun die Wartung aus einer Hand anbieten kann. Des Weiteren kann die FLS 701 im Schadensfall wegen ihrer Kompaktheit einfach eingesendet werden – eine weitere Vereinfachung bei Service und Reparatur. Der neue Laser kommt außerdem ohne Wasserkühlung aus, was die Wartung erleichtert und die Bedienerfreundlichkeit verbessert.

Hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit, kurze Messzeiten, variable Probenhalter und definierte Umgebungsbedingungen sind hervorstechende Merkmale der LFA 427 im ganzen Anwendungsbereich von -120 °C bis 2800 °C. Des Weiteren zeichnet sich die LFA 427 durch eine hohe Langzeitstabilität aus und es gibt mit er neuen FLS 701 nur sehr geringe Schwankungen in den Messergebnissen (spezifische Wärmekapazität) über eine Schussserie von 100 Schuss.