Lanthanoxid — Emissionsgasanalyse (STA-FT-IR)

Lanthanoxid (La2O3) findet großes Interesse als Katalysatormaterial, wird aber auch in Applikationen wie der Herstellung hochwertiger optischer Gläser und zur Herstellung des reinen Metalls Lanthan verwendet. Lanthanoxid is hygroskopisch und kann deshalb Wasser aus der Umgebung aufnehmen.

In dem hier gezeigten Beispiel wurden 643,4 mg La2O3, kontaminiert mit Carbonat-Verunreinigungen, in einen Becher (Volumen: 3,5 ml) eingewogen und bis 1120 °C mit 50 K/min in Stickstoffatmosphäre aufgeheizt. Der größere Tiegel ist ideal zur Messung von Proben, die eine geringe Konzentration von Verunreinigungen aufweisen oder die nicht sehr homogen sind.

Die TG-Kurve zeigt mehrere Stufen: Im Temperaturbereich bis 400 °C treten einige kleinere, überlappende Stufen auf, gefolgt von zwei gut aufgetrennten Stufen bei 510 °C und 705 °C (beide Temperaturwerte stimmten gut mit den DTG-Peaks überein). Der gesamte Massenverlust beträgt 0,43 %. Durch die Auswertung der experimentellen FT-IR-Spektren konnten hauptsächtlich Wasser und Kohlendioxid als freigesetzte Gase identifiziert werden.

Der Abbildung ist zu entnehmen, dass die Entwässerung zunächst nur im ersten Teil der Messung vor 400 °C stattfindet; die Bildung von Kohlendioxid ist direkt mit der zweistufigen Zersetzung zwischen 400 °C und 800 °C verknüpft. (Messung mit PERSEUS® STA 449 F1/F3)

PERSEUS® STA 449 F1/F3 Jupiter® - STA-FT-IR-Kopplung

Die PERSEUS® STA 449 F1/F3 Jupiter® ist eine unübertroffene Kombination zweier erfolgreicher Geräte: der STA 449 F1/F3 Jupiter® von NETZSCH und des FT-IR-Spektrometers von Bruker Optik. Das beispiellose Design setzt neue Maßstäbe auf dem Gebiet modernster Kopplungssysteme.