Biomasse

Biomasse ist ein Energieträger tierischen oder pflanzlichen Ursprungs. Zu Biomasse zählen Bäume aus Agroforstwirtschaft, Nutzpflanzen; Reststoffe aus Land- und Forstwirtschaft, tierische und kommunale Holzabfälle, Fasern und alles Organische auf erneuerbarer oder wiederverwendbarer Basis. Biomasse wird durch Verbrennung, Pyrolyse, Vergasung, anaerobe Gärung oder Fermentierung in Energie umgewandelt. Sie kann aber auch in Form von Methangas oder Biotreibstoff (Bioethanol und Biodiesel) nutzbar gemacht werden. Im Wesentlichen handelt es sich bei Biomasse um Holzpellets, Zuckerrohr, Rutenhirse, Maisstroh, Gräser wie Rutenhirse und Miscanthus (Elefantengras), Zuckerrüben-Pellets oder sogar Blaualgen, aus denen Bioethanol gewonnen werden kann.

NETZSCH bietet eine Vielzahl thermoanalytischer Geräte zur Charakterisierung von Biomasse-Materialien. STA- (simultane DSC-TG-) und TG-Apparaturen liefern Informationen über das Massenänderungsverhalten während der Verbrennung und Pyrolyse, aber auch über den Feuchte- und Aschegehalt. Die DSC-Fähigkeit der STA erlaubt die Beobachtung der Energiefreisetzung sowie die Bestimmung der Reaktionsrate. Zusätzlich zum einzigartigen Hochgeschwindigkeitsofen, der Heizraten bis zu 1000 K/min ermöglicht, bietet NETZSCH für die STA verschiedene weitere Hochtemperaturöfen, die für die Untersuchung schneller Verbrennungs- und Pyrolyseprozesse wie z.B. für die Herstellung von Biokohle bestens geeignet sind. Die STA- und TG-Geräte von NETZSCH sind vakuumdicht und können mit FT-IR, QMS und GC für eine hochgenaue Zusammensetzungsanalyse der freigesetzten Gase gekoppelt werden. Die Wärmeleitfähigkeit von Biokohle kann, zum Beispiel, mittels DSC oder STA und LFA (Laser/Light Flash Analyse) aus der Hochtemperatur-Serie von NETZSCH bestimmt werden.

Stroh — Emissionsgasanalyse (STA-FT-IR)
Eichenholz — Emissionsgasanalyse (GC-MS)