Gips und Quarzsand — Phasenübergänge

Gips und Quarzsand finden z.B. in Putz und Mörtel breite Anwendung. Der Gipsanteil zeigt unterhalb etwa 250 °C die zweistufige Wasserabspaltung von CaSO4*2H2O (Dihydrat) in CaSO4*1/2H2O (Halbhydrat) und schließlich in CaSO4 (Anhydrit). Hierzu ist eine Gesamtenergie von 122 J/g erforderlich. Die quantitative Betrachtung ergibt, dass es sich bei dem Gips um reines Dihydrat mit einem Massenanteil von etwa 23.4% in der Probe handelt. Zwischen etwa 300 °C und 450 °C findet die exotherme Bildung von beta-CaSO4 mit einer freiwerdenden Energie von 18.3 J/g statt. Der endotherme Effekt bei einer extrapolierten Onsettemperatur von 573 °C ist auf den strukturellen α→β Übergang von Quarz (kristallines SiO2) zurückzuführen. (Messung mit STA 449 F1 Jupiter®)

STA 449 F1 Jupiter®

Mit der STA 449 F1 Jupiter® setzt NETZSCH neue Maßstäbe. Höchstmögliche Flexibilität bei der Gerätekonfiguration und unvergleichliche Leistungsfähigkeit sind die Grundlage für unbegrenzte Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Keramik, Metalle, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe innerhalb eines weiten Temperaturbereiches (-150 °C ... 2400 °C).