Schmelzpunktbestimmung an Palladium

Palladium (Pd) wird heute größtenteils in Katalysatoren eingesetzt, findet jedoch beispielsweise auch Anwendung in der Zahnmedizin, Uhrenindustrie, Blutzucker-Teststreifen, Zündkerzen von Flugzeugen sowie in der Herstellung von chirurgischen Instrumenten und elektrischen Kontakten. Bei normalen Temperaturen zeigt Palladium keine Reaktion mit Sauerstoff; beim Aufheizen auf 800 °C in Luft bildet sich jedoch eine Schicht aus Palladium(II)-Oxid (PdO). Hier ist eine STA-Messung an Pd bis zu einer Probentemperatur von 1600 °C unter Argonatmosphäre dargestellt. Die DSC-Kurve (blau) zeigt das Schmelzen mit einer Enthalpie von 158 J/g bei 1554 °C (Onset-Temperatur). Beide Werte stimmen gut mit den Literaturdaten für reines Pd (< 1 %) überein. Vor und nach dem Schmelzen tritt kein Massenverlust auf (grüne Kurve), was die hohe Reinheit des Metalls sowie die Vakuumdichtigkeit der STA 449 F5 Jupiter® bestätigt.

STA-Messung an einer Pd-Probe (44,33 mg) mit einer Heizrate von 20 K/minSTA-Messung an einer Pd-Probe (44,33 mg) mit einer Heizrate von 20 K/min