Aushärtung von EVA

Das am häufigsten eingesetzte Verkapselungsmittel ist EVA (Ethylen-Vinylacetat-Copolymer), was nicht nur auf seinen hohen elektrischen Widerstand, seine niedrige Schmelz- und Polymerisationstemperatur und den niedrigen Wasserabsorptionsgrad, sondern auch auf geeignete optische Übertragungseigenschaften zurückzuführen ist. Da die Polymerisationsreaktion irreversibel ist, ist die thermische Behandlung der PV-Zellenverkapselung entscheidend.
Qualität und Lebensdauer der PV-Module/Arrays hängen vom Produktionsprozess ab.
In diesem Beispiel wurde eine dielektrische Analyse an einer EVA-Probe im Labor-Ofen der DEA durchgeführt. Das DEA-System ist optimal auf Materialien mit Standard- bis zu langen Aushärtezeiten (> 3 min) ausgelegt.
Zeit- und Temperaturrampen können einfach programmiert werden mit Heizraten von bis zu  40 K/min. Darüber hinaus können alle Einweg-Kammsensoren im Ofen eingesetzt werden, um einen breiten Anwendungsbereich des Systemaufbaus zu gewährleisten.
Eine Multifrequenz-Messung (mit Frequenzen zwischen 1 Hz und 10000 Hz) wurde durchgeführt und die Ionenviskosität (Ω.cm) wurde aufgezeichnet. Hier ist das Verhalten der Ionenviskosität bei 1 Hz dargestellt.
Die Vernetzungsreaktion wurde unter Verwendung von Peroxid unter isothermen Bedingungen bei 150 °C beobachtet.

Der Anstieg der Ionenviskosität stimmt gut mit der Zunahme des Aushärtegrads überein. Nach  60 min bleibt die Ionenviskosität nahezu konstant, was darauf hindeutet, dass die Vernetzungsreaktion im Wesentlichen abgeschlossen ist.