Lacke — Emissionsgasanalyse (FT-IR)

Flüchtige Bestandteile in  Lacken können während dem Auftragen ein Umweltproblem darstellen. Lacke und Pulverlacke auf Wasserbasis reduzieren dieses Problem größtenteils. 31,9 mg eines 2-Komponenten-Hydroklarlacks wurden mit der TG 209 F1 Libra®, gekoppelt an ein BRUKER OPTIK FT-IR-Spektrometer, analysiert. Die Probe wurde mit einer Heizrate von 5 K/min im Stickstoffstrom von 45 ml/min bis 300 °C aufgeheizt. Der hauptsächliche Gewichtsverlust bis 100 °C kann eindeutig Wasser zugeschrieben werden, aber auch Kohlenwasserstoffen, wie z.B. wie Alkylacetate und aliphatische Alkohole, die dazu wesentlich beitragen. Die maximale Evolutionsrate für letztere Komponenten wird durch die beiden Peaks in den Spuren bei 154 °C angezeigt. Während des Trocknens dieses Klarlacks wurden keine Hinweise auf schädliche oder giftige flüchtige Bestandteile gefunden.

TG/STA - FT-IR - Kopplung

Verschiedene Thermoanalysensysteme können mit einem Fourier Transform-Infrarotspektrometer (FT-IR) kombiniert werden, was sich insbesondere im organischen Bereich bewährt hat (Gerät für die Emissionsgasanalyse (EGA)).