Webinar: Von Massalski bis MICRESS und darüber hinaus – Ursprung, Status und Zukunft von ICME

Donnerstag, 23. September 2021 | 14:00 - 15:00 Uhr

Ein „historischer“ Rückblick auf erste Nutzungen von Computern in den Materialwissenschaften führt über die „Computational Thermodynamics“ zur CALPHAD Methodik (und ihrer experimentellen Datengrundlage aus thermischen Analysen) weiter zu ortsaufgelösten  Simulationen der Gefügebildung mit der Multi-Phasen-Feld-Methodik. Hierfür werden einige Beispiele für zur Modellierung der Erstarrung verschiedener technischer  Legierungen gezeigt und durch einige Simulationsbeispiele zu Festkörperumwandlungen ergänzt.

Integrated Computational Materials Engineering – ICME – und sein Einsatz im Werkstoff- und Prozessdesign verkürzt die Entwicklungszeiten neuer Produkte drastisch. ICME greift auf die Kombination unterschiedlichster Modelle, Daten und Werkzeuge zurück, da monolithische Werkzeuge nicht in der Lage sind, die Vielzahl von Phänomenen zu bewältigen, die während der Verarbeitung und des Lebenszyklus von Werkstoffen auftreten.

Aktuelle Aktivitäten an der RWTH Aachen zur Erstellung einer virtuellen Plattform für Werkstoffsimulationen werden kurz vorgestellt. Diese Plattform zielt auf eine funktionsfähige und modular konfigurierbare Infrastruktur für ICME. Ein Überblick über Nutzen und Zukunftsperspektiven von ICME – insbesondere die Rolle von Daten in ICME – schließt die Präsentation ab.

Unser besonderer Gast: Dr.rer.nat Georg J. Schmitz, Physiker 
Dr. Schmitz hat mehr als 200 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht und ist Herausgeber von zwei Büchern über Integrated Computational Materials Engineering (ICME).


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