Richtige Aushärtung von Harz-Härter-Systemen: Teil I & II

Das Fachseminar zur richtigen Aushärtung von Harz-Härter-Systemen bietet sowohl eine Auffrischung als auch eine Erweiterung des Fachwissens rund um reaktive Kunststoffe. Es richtet sich gleichermaßen an den Einsteiger und an den erfahrenen Werkstoffingenieur und konzentriert sich auf die am weitesten verbreiteten Epoxid-, ungesättigten Polyester- und Vinylesterharze, die als Basiswerkstoffe für Hochtechnologieanwendungen in vielen Industriebereichen eingesetzt werden.

Das Seminar bietet auch die Zeit und die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, ihre alltäglichen Herausforderungen und Fragen einzubringen und im Sinne eines Erfahrungsaustauschs zu diskutieren. Die Diskussionen können beim gemeinsamen Abendessen in angenehmer Atmosphäre fortgesetzt werden.

Teil I

10. und 11. September 2020

Das Hauptaugenmerk von Teil I des Fachseminars liegt neben einer Einführung in die chemischen Grundlagen bei der Beschreibung häufig auftretender Fehler bei der Aushärtung und der grundlegenden Charakterisierung mit Hilfe der Thermoanalyse, insbesondere mit DSC. Der Zusammenhang von Glastemperatur und Aushärtegrad wird dabei herausgearbeitet. Auf den häufigsten Fehler, die Gefahr des Einfrierens der Reaktion, wird anhand von Schadensfällen ausführlich eingegangen. Flankiert wird die DSC durch die Einbeziehung weiterer Methoden der Thermoanalyse wie TGA und DMA. Am DSC-Gerät werden praktische Messungen zur Charakterisierung ungehärteter Harze und die Ermittlung des Aushärtegrads an Bauteilen demonstriert. Eigene Messkurven oder Netzsch-Messdateien werden gerne gemeinsam diskutiert.

Teil II

19. und 20. November 2020

Der thematische Schwerpunkt von Teil II des Fachseminars liegt auf den mechanischen Charakterisierungsmethoden dynamisch-mechanische Analyse DMA, dynamische und oszillierende Rheologie sowie der Online-Prozeßkontrolle. Daneben werden die Möglichkeiten der reaktionskinetischen Beschreibung für
die Prozeßoptimierung vorgestellt. Die Ultraschall-Prozeßkontrolle wird unter Verwendung des Gerätesystems GZ US-Plus im praktischen Einsatz demonstriert. Vorhandene Muster und Materialien können für eine praktische Erprobung der Ultraschall-Prozeßkontrolle mitgebracht werden. Eigene DMA-Messkurven oder Netzsch-Messdateien werden gerne gemeinsam diskutiert.

Weitere Informationen:

  • Zielgruppe:
    Berufsanfänger, Werkstoffingenieure, Konstrukteure, Techniker aus Produktion und Labor
  • Methodik:
    Vorträge, Tutorien, Vorstellung von Fallbeispielen aus der Praxis, individuelle Betreuung
  • Teilnehmerzahl:
    min. 4 Personen, max. 10 Personen
  • Dozent:
    Dr. rer. nat. habil. Wolfgang Stark
  • Seminargebühr:
    EUR 990,00 zzgl. MwSt. inkl. Verpflegung und ausführlicher Schulungsunterlagen

Veranstaltungsort

Grasse Zur Composite Testing
Hohentwielsteig 6a
14163 Berlin